Goldpreis
Der Goldpreis kennt zurzeit nur noch eine Richtung: Nach oben. Zumindest wenn es um die Notierung in US Dollar geht, fallen beinahe täglich neue Höchstmarken. Betrachtet man den Goldpreis in Euro, erscheint der Kursverlauf ähnlich spektakulär. Zwar hat das edle Metall hier seine alten Höchststände vom März 2009 noch nicht wieder erreicht, allerdings spricht einiges dafür, dass dies in naher Zukunft geschehen dürfte.
EUR/USD von entscheidender Bedeutung
In diesem Zusammenhang ist vor allem die Entwicklung des Währungspaares EUR/USD von großer Bedeutung. Nachdem der US Dollar in den letzten Monaten analog der Aktienmarkterholung deutlich abgestraft wurde, erwarten nun immer mehr Analysten eine Art Comeback des Greenbacks. Erholungspotential sollte sich für den US Dollar demnach vor allem aus einer raschen wirtschaftlichen Erholung der US Konjunktur ergeben.
Goldpreis könnte sich abkoppeln
Im Falle einer deutlichen Korrektur und einer Trendumkehr des EUR/USD dürften Euroanleger, die sich in Gold engagieren als Gewinner hervorgehen. Zwar wird dem Goldpreis eine stark negative Korrelation zum US Dollar nachgesagt, allerdings war in den letzten Monaten immer wieder zu beobachten, dass der Goldpreis selbst dann stieg, wenn der US Dollar aufwertete. Ein Phänomen, das auch viele Analysten auf die starke Nachfrage nach Gold zurückführen. Euroanlegern stehen also möglicherweise nicht nur phantastische Kursgewinne, sondern auch maßgebliche Währungsgewinne bevor!
Gefahr einer Blase
Ungefährlich ist die jüngste Goldhausse jedoch nicht. Während einige Experten bereits Kursziele von 2.000, 3.000 oder sogar 5.000 US Dollar ausrufen, steigt die Gefahr einer Blasenbildung. Zwar bildet die physische Nachfrage aus zahlreichen Schwellenländern eine Grundlage für die anhaltende Hausse, allerdings befürchten viele Analysten, dass viele der Käufer wieder auf die Verkäuferseite wechseln könnten, wenn sich die Konjunktur wieder fängt.