Promi-News-gestern und heute ein Thema
Das Interesse des normalen “Fussvolkes” am Leben und Leiden von Prominenten ist nicht erst eine Modererscheinung der heutigen Zeit. Schon seit dem frühen Mittelalter, und der damit verbunden Feudalherrschaft des Adelsstandes, brachten die von dieser Schicht beherrschten Menschen, dem höheren Stand eine gewisse Bewunderung entgegen. Trotz mancher Katzbuckelei wich häufig bei dem gemeinen Bürger der Neid der Neugier, da jene Mitglieder der höheren Gesellschaft ja in einer völlig anderen Welt des Komfortablen lebten. So war es nur natürlich, dass bei allem partiellen Hass, der für die Ritter und Fürsten empfunden wurde, doch immer ein Wissensdurst vorhanden war, der gestillt werden wollte. In diesen Epochen geschah dies häufig durch Bänkelsänger oder fahrende Hofnarren, natürlich auch und vor allem durch die Mundpropaganda. Diesbezüglich hat sich das auch über 1000 Jahre danach wohl nicht viel geändert, denn noch immer erfährt eine Nachricht oder Information seine Verbreitung am schnellsten durch das orale Lauffeuer.
Freilich ist heute durch technische Errungenschaften wie Fernsehen, Telefon, Handy, Internet, E-Mails etc…eine ganz andere Erreichbarkeitstiefe möglich. Denn heute noch mehr als früher, gibt es Millionen von Menschen, die hautnahe am Leben der Prominenten, oder wie sie im Englischen heißen-”Celebrities”- teilnehmen wollen. Da ist es kein Wunder, dass so z.B. fast jeder TV-Sender ein entsprechendes Magazin oder zumindest Rubrik innerhalb einer Sendung in der Programmpalette hat. Bei RTL sind dies z.B. das von Frauke Ludowig moderierte “Exclusiv” oder aber die Kategorie “Promi News” bei “Punkt)”, Sat 1 verarztet die Prominenten in Formaten wie “Stars & Stories”. Sogar die Öffentlich-Rechtlichen haben schon vor Jahren auf die Nachfrage des “Plebs” reagiert und warten auf mit Sendungen wie “Brisant” bei der ARD oder “Leute heute” beim ZDF. Darüber hinaus sind Printmedien mit Illu-ikonen wie Gala/Bunte ebenfalls immer auf dem neuesten Stand vom Leben, Lieben und Leiden der Promis. Und längst beschränkt sich dies nicht mehr nur auf die Königshäuser, sondern vor allem Schauspieler, Sportler und die Stars aus der Musikszene stehen im Fokus der Reporter .
Fazit: Die Anteilnahme für “Klatsch und Tratsch” hatte immer Hochkunjunktur. Nur dass die Bänkelsänger von einst heute Paparazzi heißen.